„Der Haps“ ist eine Wahrnehmungserfahrung. Die beiden Künstler Amin Hak-Hagir und Irene Hopfgartner stellen auf einem Hügel inmitten einer isolierten Alm ein schwarzes Prisma mit quadratischer Grundfläche auf. Das Kunstobjekt weckt Neugierde und Erregung, die durch den starken Kontrast mit dem Kontext hervorgerufen werden. Der Besucher, der näher kommt, sieht, dass es sich um einen schalltoten Raum handelt, in den er eintreten kann, wobei er sich von den Klängen, Geräuschen und dem Licht von außen absondert; durch die fehlenden Reize fokussiert er sich fast notwendigerweise auf sich selbst. Beim Verlassen des geschützten Raumes erlebt der Besucher eine Überempfindlichkeit, die seine Wahrnehmung eines ihm vertrauten, aber gleichzeitig neuen Szenariums ändert.

 
 

Munt d’Adagn, Lungiarü

Alle drei Jahre findet die Prozession der zwölf Gadertaler Gemeinden zum alten Bischofssitz Säben oberhalb von Klausen statt. Der Bittgang der Männer dauert drei Tage lang und wandern über das Ju de Furćia (Kreuzjoch - Forcella S. Zenon, auf 2.293 Metern) durch das Villnöss-Tal in Richtung Munt d’Adagn, die Wiesen des Naturparkes Puez-Odles.

 

Loc. 5. Munt d'Adagn
DER HAPS
Amin Hak-Hagir, Irene Hopfgartner, Wien, AUT